14. März 2012 von Carina Zens

Gänsehaut zum Auftakt einer neuen Mordreihe


Die Vergangenheit hinter sich lassen. Alles vergessen zu können. Sich beruflich weiterentwickeln. Das ist wohl für viele Menschen ein Grund in die Bundeshauptstadt Berlin „auszuwandern“; denn wo könnte man das alte Leben hinter sich lassen und neu beginnen?


So ergeht es auch der Kölner Profilerin, Lena Peters, der Protagonistin im Buch „Opfertod“ von Hannah Winter (erschienen im Ullstein Verlag). Die junge Kommissarin will nach dem tragischen Tod ihrer Eltern nicht nur beruflich neu beginnen. Kaum in der Großstadt angekommen wird sie direkt mit einem langjährigen Verbrechen vertraut gemacht. Nach dem ersten unglücklichen Zusammentreffen mit ihrem Chef, Volker Drescher, wird sie mit einer seltsamen Mordserie konfrontiert. Allen Leichen, die durchweg weiblich sind, fehlen Gliedmaßen – aber immer nur eins und immer ein anderes. Plötzlich scheint der Täter jedoch fahrlässig zu werden, denn eine junge Frau verstirbt zwar kurz nach dem Angriff an ihren Verletzungen, doch Lena kann sie im Krankenhaus befragen und erfährt, dass der Täter die Opfer auf eine grausame Art und Weise getötet haben muss. Aber wer könnte seine Opfer auf solche brutalen Wege gefoltert haben? Wer sucht sich die jungen Frauen so gezielt aus? 
Als die junge Kommissarin jedoch von einer Vorgängerin erfährt, deren Ermittlungsakte auf geheimnisvoller Weise nicht auffindbar ist, wird sie stutzig und versucht dem Ganzen auf die Schliche zu kommen, doch das kostet sie ihren Job. 


Nach einem Kneipenbesuch trifft sie einen Mann, der ähnliche Schicksalsschläge erleiden musste und wie sie, auch einmal bei der Polizei war. Zusammen machen sie sich auf die Spuren des Frauenschänders. Doch als sie einen Anruf von dem Killer bekommt, ihre verschwundene Schwester Tamara mit einen Kind vor ihrer Haustüre steht und der Fall immer rätselhafter wird begreift sie, dass dieser Fall wohl schlimmer ist als sie gedacht hätte und dass sie selbst schon Teil des Spieles des Täters ist. Doch wie kann man unbemerkt so viele Frauen misshandeln und ermorden, ohne dass es jemand mitbekommt? Und was will dieser dann mit den Gliedmaßen? Wird Lena den Täter fassen können, bevor sie selbst zum nächsten Opfer wird?

 

Fazit

 

Hanna Winter gelingt es zwar nicht immer den Spannungsbogen aufrecht zu halten, trotzdem bietet das Buch, vor allem durch die getrennte Sichtweise von Protagonistin und Täter, eine spannende Geschichte zu schildern, die auf jeden Fall für einige Gänsehaut Momente sorgt. Die Fortsetzungen steigen somit in große Fußstapfen des ersten Teiles. Man darf gespannt sein.

 

3 von 5 Eselohren 

 


Opfertod
 

320 Seiten, € 8,99 [D]
Erschienen: 17.02.12


Sie kennt das Böse. Sie hat es studiert. Doch jetzt begegnet sie dem Seelenbrecher …

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