08. Juni 2011 von Marcus Goldhahn

© Semmel Concert
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Das war ein unheimliches Erlebnis. Danke“

 

Am vergangenen Sonntag spielte Herbert Grönemeyer vor 55.000 begeisterten Fans im Olympiastadion Berlin. Grönemeyer begeisterte die Massen vom ersten, bis zum letzten Song. Und die Fans kamen bei diesem Konzert keines Wegs zu kurz. Schließlich spielte Herbert 21 Songs und gab ganze neun Zugaben.

 

 

 

Die Mischung macht’s

 

Begonnen hat das Konzert, ganz klar, mit seiner aktuellen Single „Schiffsverkehr“ aus dem gleichnamigen Album. Das Publikum, wen überrascht es, konnte alle Texte mitsingen. So auch bei „Männer“ oder „Alkohol“. Nach dem die Hälfte der Songs gespielt war setzte so langsam die Abenddämmerung ein. Passend dazu spielte Grönemeyer seinen Song „Der Weg“. Dieser Song war seiner verstorbenen Frau gewidmet. Als er anfing den Song zu spielen setze ganz unerwartet und zur Überraschung aller ein leichter Regen ein. Das verlieh dem Ganzen eine leicht Dramatische Richtung, die keinesfalls geplant oder gewollt war. Das Publikum was vorher noch voller Jubelstürme war, stand jetzt andächtig da und lauschte den ruhigen und sehr gefühlvollen Tönen von Grönemeyer. Das war wohl der schönste Moment vom ganzen Konzert. 55.000 Menschen die plötzlich still wurden. Gänsehaut. In Anlegung an den gefallen deutschen Soldaten in Afghanistan und allen anderen „Soldaten die nicht wissen für was sie in den Krieg ziehen oder sogar fallen“ sang Grönemeyer das Lied „Auf dem Feld“.

 

Gut drauf oder was

 

Grönemeyer hatte an diesem Sonntag sichtlich Spaß gehabt, genau wie sein Publikum. „Ich hab ein Gummibärchen unter dem Schuh – sieht ungefähr so aus“. Man konnte deutlich die Energie spüren und so wundert es auch nicht, dass Grönemeyer immer wieder auf die Bühne zurück wollte. Insgesamt spielte er drei Stunden. Die beiden Special Guests Susanne Sundfor und Norman Sinn nicht eingerechnet. Irgendwann musste auch ein Grönemeyer die Bühne verlassen und so endete das Konzert mit dem Song „Zur Nacht“ Kein Grund sein Publikum noch einmal zu genießen. Den Jubel sichtlich genießend stand Grönemeyer noch einige Minuten voller Wehmut auf der Bühne und genoss den Freudentaumel seiner Fans. „Das war ein unheimliches Erlebnis. Danke Berlin.“

 

Fazit

 

Große Show, viele Gefühle und ein Herbert Grönemeyer der seinen Fans so richtig einheizte. Bei diesem Konzert kam wirklich jeder auf seinen Geschmack. Egal ob nun 20 Jahre oder 60. Es war einfach eine große Party mit einem noch größeren Musiker. „Ich habe mir heute extra ein Hemd angezogen und meine Haare schön gemacht. Die liegen doch gut, oder?“ Sie lagen gut. Aber nur bis zum Song „Männer“. Dort wurden sie durcheinander gebracht.

 

„Es ist wunderbar. Danke Berlin. Ihr seid großartig. Danke Berlin.“

 

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