14. März 2012 von Matthias Anders

© Perou
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Aus Irland nichts Neues

 

„Music can change the world because it can change people.”, sagte Bono  einst und hat damit die Philosophie seiner Band auf den Punkt gebracht. Und offenbar verfolgt eine andere Rockband, die ebenfalls – zumindest teilweise - aus Irland stammt, eine ähnliche Ansicht. Denn seit 14 Jahren versuchen Snow Patrol nun schon die Welt mit ihrer Musik zu ändern. Gemessen an ihren verkauften Platten kann man sie dabei durchaus als sehr erfolgreich bezeichnen und sie wohl zu Recht, als die legitimen Nachfolger der Kultband U2 bezeichnen. Mit „Fallen Empires“ erschien im November ihr sechstes Album und mit diesem haben sie wieder bewiesen, dass sie auf die großen Bühnen der Welt gehören.


Lyrisch hat das neue Album einiges zu bieten. Neben einfachen, aber wirkungsvollen Versen wie in „Lifening“, präsentiert sich die Band auch tiefgründiger und interpretationsfreudiger. Hervor zu heben sind hier die Songs „Called out in the Dark“ und der Titeltrack „Fallen Empires“.

 

Wer also in den Texten der Band Trost und neue Kraft für jede Lebenslage sucht, wird sie sicherlich finden. Jedoch wird schnell deutlich: dieses Album ist zum Verkauf gedacht. Keine Experimente, keine Innovationen bietet Snow Patrol dem Hörer. Es wäre übertrieben von Radio-Pop-Rock aus der Dose zu reden, aber handgemacht ist hier nicht mehr viel und wenn, dann in leider zu bekannter Weise. Als wäre das noch nicht schade genug, wirkt die Musik leider oft über-arrangiert. Chöre und Streichinstrument sind meist fehl am Platz und lassen vieles überladen und stellenweise peinlich klingen. Es wird zwanghaft versucht, den Sound bedeutungsschwer klingen zu lassen. Natürlich sind dabei mitunter schöne Songs entstanden, die sicherlich noch in Jahren durch die Arenen der Welt klingen werden. Im Gesamten bleibt das Album dabei eher mittelmäßig. Es hat also durchaus eine Chance verdient, der große Schritt nach vorne ist es für die Band allerdings nicht.

 

Fazit

 

Ob sich die Welt durch „Fallen Empires“ verändert, sei dahin gestellt. Schlechter wird sie dadurch vermutlich nicht.

 

*** von *****

 

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